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Ab 8. Mai: Threads - Verflechtungen

Familiengeschichte(n)

08.05. - 26.07.2026

Die Ausstellung zeigt die Netzwerke von 25 ehemals in Chemnitz lebenden jüdischen Familien. Sie setzt ihre Biografien zueinander in Beziehung und entdeckt verlorene Geschichten neu.

Die Chemnitzer Textilindustrie, der dominierende Wirtschaftszweig der Stadt im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, wurde maßgeblich von jüdischen Unternehmern geprägt. Mit ihren Spinnereien und Textilfabriken trugen sie entscheidend zur Entwicklung von Chemnitz zu einer prosperierenden Industriestadt bei. Das innovative Potenzial der Unternehmer, sowohl in wirtschaftlicher, sozialer als auch kultureller Hinsicht, war enorm. Sie traten als Mäzene auf, förderten großzügig den Aufbau kultureller Einrichtungen, engagierten sich für den künstlerischen Nachwuchs und revolutionierten das Marketing. So schufen sie nicht nur nachhaltige, stilbildende Fäden weit über die Stadt und ihre Blütezeit hinaus, sondern bildeten auch untereinander starke Netzwerke.

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 änderte sich für jüdische Familien in Chemnitz alles. Viele emigrierten vor Ausbruch des 2. Weltkriegs, andere blieben, wurden deportiert und ermordet. Immer mehr Fäden des Netzwerks rissen, Knotenpunkte lösten sich, es bekam Löcher und  war bald nur noch eine schwache Erinnerung. 

Um das einstige Netzwerk der Chemnitzer Jüdinnen und Juden für die Ausstellung Treads – Verflechtungen darzustellen, kontaktierte das Kuratorenteam die auf der ganzen Welt verstreuten Nachkommen. Diese stellten der Ausstellung Fotos und persönliche Gegenstände zur Verfügung. Die Objekte begleiten Sie auf dem Weg vom einstigen Familienglück und der starken Verbundenheit zur Stadt Chemnitz in ein Leben in der Emigration oder aber in eine tödliche Sackgasse.

Dank der akribischen Arbeit des Kuratorenteams stabilisiert sich das Netzwerk der jüdischen, ehemals in Chemnitz verwurzelten Familien seitdem wieder. 

 

Öffnungszeiten

Di, Mi, Fr 09:00 - 17:00 Uhr
Do 09:00 - 20:00 Uhr
Sa, So 10:00 - 18:00 Uhr

Eintrittspreise

Sonderausstellung "Threads – Verflechtungen"

5 €
ermäßigt 4 €
Familien 8 €
Freier Eintritt für alle unter 17 Jahre sowie Schulklassen


Kombiticket Dauerausstellung + Sonderausstellung "Threads – Verflechtungen"

10 €
ermäßigt 6 €
Familien 16 €
Freier Eintritt für alle unter 17 Jahre sowie Schulklassen

Schulen in der Sonderausstellung

Zu "Threads – Verflechtungen" bietet das smac lehrplanbezogene Ausstellungsbegleitungen für Schulklassen ab der Klassenstufe 8 an.

Angebote für Schulklassen, 0,70 MB

Führungen durch die Sonderausstellung

Threads – Verflechtungen

(Stadt-)Führung zur Sonderausstellung

Stolpersteine sind im Stadtraum allgegenwärtig. Sie erinnern an Menschen, die Opfer der NS-Diktatur wurden. Einige dieser individuellen Biografien und Schicksale erzählt die Sonderausstellung Threads – Verflechtungen.
Die Führung verknüpft eine kurze Stadttour zu ausgewählten Lebens- und Arbeitsorten Chemnitzer Jüdinnen und Juden mit einem Rundgang durch die Ausstellung. Die Stolpersteine füllen sich mit Leben.

max. 25 Personen
Termine ab 09.05. jeden Samstag, 15 Uhr
Dauer 90 Minuten
Teilnahme kostenfrei
Sie zahlen nur den Eintritt in die Sonderausstellung.

 

Making of: Threads - Verflechtungen

Kuratorenführung durch die Sonderausstellung

Einst lose Fäden jüdischer Familienbiografien verdichten und verknüpfen sich um 1900 in Chemnitz, reißen in der NS-Zeit auseinander und verweben sich – dank minutiöser Recherche und Kontaktpflege – wieder zu einem Netz.
Die Macher:innen der Sonderausstellung Threads – Verflechtungen (↗ S. 2) erzählen die Geschichten hinter den Fotos und Exponaten. Sie eröffnen persönliche Perspektiven auf die Entstehung der Ausstellung und auf die Vernetzung der Familien damals und heute.

max. 25 Personen
Termine ab 21.05. jeden Donnerstag, 16 Uhr
Dauer 60 Minuten
Teilnahme kostenfrei
Sie zahlen nur den Eintritt in die Sonderausstellung.
 

Veranstaltungen zur Sonderausstellung

Die 1. Generation

Uri Guttmann mit Tana Sachs im Gespräch

Tana Sachs, Jahrgang 1938, ist vermutlich das letzte vor der Schoa in Chemnitz geborene jüdische Baby. Sie spricht mit Uri Guttmann (*1933), der gemeinsam mit seiner Mutter Ida Guttmann 1938 aus Chemnitz floh.
Gefördert durch die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft

Termin Freitag, 08.05., 15 Uhr
Eintritt frei
 

A path, a prayer

Performance von Nitsan Margaliot

Der Choreograf zeichnet mit poetischen Texten, Liedern, Bewegung und historischen Objekten die Flucht seiner Großeltern aus Chemnitz nach.
Termin Freitag, 08.05., 16 Uhr
Eintritt frei
 

Die Heimat kann man nicht wechseln wie ein Hemd *

Daniel Dost im Gespräch mit Dr. Marlen Eckl

Die Chemnitzer Familie Flieg emigrierte in der NS-Zeit nach Brasilien. Die Historikerin Marlen Eckl kannte den 2024 verstorbenen Sohn Hans Günter Flieg gut und spricht über Heimatverlust und -verbundenheit, über Neuverwurzelung und ihre Pläne für ein Buch darüber.

Termin Donnerstag, 28.05., 17 Uhr
Eintritt frei


Die Wiener Werkstätte im Chemnitzer Wohnzimmer

Vortrag von Dr. Anika Reineke, Kunstsammlungen Chemnitz

Die Wohnzimmerausstattung der Eheleute Karl und Irmi Goeritz ist Ausgangspunkt der Ausstellung "Threads – Verflechtungen". Anika Reineke wirft einen kunsthistorischen Blick auf das Inventar.

Termin Donnerstag, 04.06., 18 Uhr
Eintritt 3 €


Return to Chemnitz *

Film von Ron Frank & Erinnerungen von Dr. Peter Seifert

Ab Mitte der 1990er Jahre besuchten Nachkommen vertriebener Chemnitzer Jüdinnen und Juden die einstige Heimat ihrer Vorfahren. Filmemacher Ron Frank machte aus den Foto- und Videoaufnahmen einen Dokumentarfilm. Der ehemalige Chemnitzer Oberbürgermeister Peter Seifert berichtet anschließend von den persönlichen Begegnungen.

Termin Donnerstag, 25.06., 18 Uhr
Eintritt frei


* Eine Veranstaltung des Buntmacher*innen e.V. in Kooperation mit dem smac. Gefördert durch den Lokalen Aktionsplan für Demokratie, Toleranz und ein weltoffenes Chemnitz, im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!", durch den Landespräventionsrat des Freistaates Sachsen.

 

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