Musikalisch-lyrische Performance
Arnošt Lustig war ein tschechischer Schriftsteller und Holocaust-Überlebender. Im Mittelpunkt der Performance steht ein ausdrucksstarker Dialog zwischen der Rezitation Lustigs bislang unveröffentlichtem Exilgedicht „Ševirat hakelim“ (Das Zerschlagen der heiligen Gefäße, hebr.) und einer der schönsten Kantaten von J. S. Bach, „Ich habe genug“ (BWV 82).
Ob der Autor beabsichtigte, dieses Gedicht mit seinem eindeutigen Bezug zur jüdisch-mystischen Tradition der Kabbala jemals zu veröffentlichen, bleibt eine offene Frage. Die zentralen Themen sind der Zerfall der menschlichen Welt, die Funken der Menschlichkeit und die Kraft der Literatur, einschließlich der Poesie als „emotionales Gedächtnis des Menschen“. Die Erinnerung kann zwar die Vergangenheit nicht wiedergutmachen, aber sie kann die Welt, die danach kommt, zum Besseren verändern.
Den musikalischen Part übernehmen die Opernsängerin Marie Kopecká Verhoeven und ein Kammerensemble der Südböhmischen Philharmonie unter der Leitung von Vojtěch Spurný.
Das gesprochene Wort gestalten die Schauspielenden Dagmar Pecková, Emil Rovner und Thomas Birnstiel.
Idee, Drehbuch und Regie stammen von Eva Lustigová, Direktorin und Mitbegründerin der Arnošt-Lustig-Stiftung und Tochter des Autors. Nach der erfolgreichen deutschen Premiere in Leipzig im Rahmen des Bachfestes ist das Programm nun zum zweiten Mal in Deutschland zu erleben.
Eine Veranstaltung der Arnošt-Lustig-Stiftung, des smac und TACHELES – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026
TERMIN
Donnerstag 01.10.2026, 18 Uhr
EINTRITT
frei
HINWEIS
Die Performance findet im Rahmen der Vernissage Platz finden – Sachsens Synagogen statt.