Zur Sichtbarkeit jüdischen Bauens in Sachsen
Die kleine Ausstellung im Foyer des smac stellt Modelle von sowohl zerstörten als auch neugebauten oder erhalten gebliebenen Synagogen in Dresden, Leipzig, Chemnitz, Plauen und Görlitz vor. Darüber hinaus werden virtuelle Modelle der Synagogen in Leipzig und Plauen präsentiert, die von der TU Darmstadt digital rekonstruiert wurden.
Die Ausstellung betrachtet zum einen, welchen Platz die Synagogen in ihren Heimatstädten vor der Shoah einnahmen. Zum anderen beleuchtet sie deren heutige Verortung im Stadtgefüge.
Die Synagogen spiegelten immer auch das Selbstbewusstsein der jeweiligen jüdischen Gemeinden wider – mal waren sie prachtvoll und prominent im Stadtzentrum gelegen, mal eher zurückhaltend ausgestattet und in Seitenstraßen angesiedelt. Die Architektur der Sakralbauten folgte meist den aktuellen Strömungen, entweder des Historismus oder später der Moderne. Teils verwies sie „orientalisierend“ auf den Ursprung der Religion.
Es ist der Versuch, einen Verlust präsent zu halten und in eine lebendige Gegenwart und Zukunft einzubringen. Platz finden bleibt eine Aufgabe.
Eine Ausstellung des Zentrums für Baukultur Sachsen
Eintritt frei!