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Vortrag

Walter Benjamin und Stefan Zweig

Referent Marian Nebelin (Chemnitz) 

Stefan Zweig war zu Lebzeiten der meistgelesene Autor deutscher Sprache. Seine Werke fanden und finden weltweit Beachtung. Walter Benjamin hingegen wurde erst posthum zu einer zentralen Figur der Literatur‑ und Kulturwissenschaften; zu Lebzeiten war er vor allem in intellektuellen Kreisen bekannt. Die Lebenswege von Benjamin und Zweig berührten sich nur kurz, beide Autoren aber nahmen sich unter dem Eindruck nationalsozialistischer Verfolgung das Leben. Ihre Biographien eröffnen einen vielschichtigen Blick auf die intellektuelle Landschaft des 20. Jahrhunderts. Beide Autoren entstammten vermögenden Elternhäusern, gehörten weitreichenden Netzwerken an, verkörperten jedoch unterschiedliche kulturelle Positionen – Zweig als Vertreter der literarischen Elite, Benjamin als Angehöriger der Avantgarde. Beide erlebten Flucht und Exil, jedoch unter ungleichen Voraussetzungen: Zweig, international gefeiert, litt vor allem unter der politischen Lage, während Benjamin zusätzlich existenziell bedroht war. Der Vortrag beleuchtet ihre Lebenswege, ihre momenthafte biographische Überschneidung sowie ihre je eigene Beziehung zum Judentum, aus der für sie Inspirationen erwuchsen, die ihren Werken ihre besondere Signatur verleihen.

TERMIN
Mittwoch, 17.06.2026, 18:15 Uhr

EINTRITT
frei

HINWEIS
Im Vortragssaal ist eine Hörschleife verlegt.

 

Dieser Vortrag ist Teil der Vorlesungsreihe:

Jüdische Kultur und Erinnerung im transnationalen Kontext

Im Rahmen des Themenjahres Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026 lädt die TU Chemnitz mit dieser Ringvorlesung im Sommersemester 2026 zu einer vielstimmigen Auseinandersetzung mit jüdischer Kultur, Geschichte und Erinnerung ein. Internationale und interdisziplinäre Perspektiven eröffnen Einblicke in jüdisches Leben in Vergangenheit und Gegenwart – über nationale, sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg.

Im Mittelpunkt stehen literarische, historische sowie kultur- und erinnerungstheoretische Fragestellungen, die die Vielfalt jüdischer Erfahrungen, Ausdrucksformen und transnationalen Verflechtungen sichtbar machen. Die Vortragsreihe verbindet aktuelle Forschung mit innovativen Ansätzen und rückt insbesondere die Bedeutung jüdischer Akteurinnen und Akteure für die europäische Moderne und die Erinnerungskultur in den Fokus.

 Die Ringvorlesung versteht sich als offenes Forum für Austausch und kritische Reflexion und lädt dazu ein, Kontinuitäten, Brüche und bislang wenig beachtete Leerstellen jüdischer Kulturgeschichte neu zu denken.

Termine vom 22.04. bis 08.07.2026 jeden Mittwoch um 18:15 Uhr
Ort Vortragssaal des smac


Organisation: Prof. Dr. Teresa Pinheiro (Professur Kultureller und Sozialer Wandel, Technische Universität Chemnitz) Prof. Dr. Cecile Sandten (Professur Anglistische Literaturwissenschaft, Technische Universität Chemnitz), in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz, den Tagen der jüdischen Kultur e.V. sowie den Freunden des smac e.V.