Verse und Prosa der Mascha Kaléko. Eine kommentierte Lesung
Referenten Christoph Grube (Chemnitz) und Gunnar Och (Erlangen)
Die jüdische Schriftstellerin, in Galizien geboren und von den Nationalsozialisten verfemt, gehörte im Berlin der 1920er Jahre zur literarischen Avantgarde. Sie schrieb heiter-melancholische Verse im Stil der Neuen Sachlichkeit, die teils auch als Chansons vertont wurden. Während der NS-Zeit lebte sie im New Yorker Exil, später in Jerusalem, doch ihre unverwechselbare Stimme verstummte nie. In dieser Lesung folgen wir Mascha Kaléko, dem „weiblichen Ringelnatz“, quer durch ihr Werk: eine reizvolle Passage, die nicht nur Wegbegleiter streift, sondern auch ein so seltsames Duo wie Papagei und „Mamagei“. Prof. Dr. Gunnar Och (bis 2020 FAU Universität Erlangen-Nürnberg) übernimmt den thematisch-wissenschaftlichen Vortrag; die jeweiligen Originaltexte liest der Literaturwissenschaftler und Sprecher Dr. Christoph Grube (TU Chemnitz).
TERMIN
Mittwoch, 20.05.2026, 18:15 Uhr
EINTRITT
frei
HINWEIS
Im Vortragssaal ist eine Hörschleife verlegt.
Dieser Vortrag ist Teil der Vorlesungsreihe:
Jüdische Kultur und Erinnerung im transnationalen Kontext
Im Rahmen des Themenjahres Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026 lädt die TU Chemnitz mit dieser Ringvorlesung im Sommersemester 2026 zu einer vielstimmigen Auseinandersetzung mit jüdischer Kultur, Geschichte und Erinnerung ein. Internationale und interdisziplinäre Perspektiven eröffnen Einblicke in jüdisches Leben in Vergangenheit und Gegenwart – über nationale, sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg.
Im Mittelpunkt stehen literarische, historische sowie kultur- und erinnerungstheoretische Fragestellungen, die die Vielfalt jüdischer Erfahrungen, Ausdrucksformen und transnationalen Verflechtungen sichtbar machen. Die Vortragsreihe verbindet aktuelle Forschung mit innovativen Ansätzen und rückt insbesondere die Bedeutung jüdischer Akteurinnen und Akteure für die europäische Moderne und die Erinnerungskultur in den Fokus.
Die Ringvorlesung versteht sich als offenes Forum für Austausch und kritische Reflexion und lädt dazu ein, Kontinuitäten, Brüche und bislang wenig beachtete Leerstellen jüdischer Kulturgeschichte neu zu denken.
Termine vom 22.04. bis 08.07.2026 jeden Mittwoch um 18:15 Uhr
Ort Vortragssaal des smac
Organisation: Prof. Dr. Teresa Pinheiro (Professur Kultureller und Sozialer Wandel, Technische Universität Chemnitz) Prof. Dr. Cecile Sandten (Professur Anglistische Literaturwissenschaft, Technische Universität Chemnitz), in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz, den Tagen der jüdischen Kultur e.V. sowie den Freunden des smac e.V.