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Veranstaltungen im smac, zum Beispiel Familientag auf dem Außengelände
Vortrag

Immer wieder neu beginnen?

Der Architekt Eric Mendelsohn in den USA

Referentin Alexandra Klei (Braunschweig)

Erich (ab 1939 Eric) Mendelsohn (1887-1953) gilt heute als einer der wichtigsten Vertreter des Neuen Bauens in Europa. Seinen Entwürfen und Bauten, darunter das Kaufhaus Schocken in Chemnitz, ist bis heute ein hohes Maß an Aufmerksamkeit gewiss. Nachdem er als Jude bereits im März 1933 Deutschland verlassen musste, um einer Ausgrenzung und Verfolgung zu entgehen, emigrierte er gemeinsam mit seiner Frau Luise (ab 1939 Louise) zunächst nach Großbritannien und in das Britische Mandatsgebiet und 1941 dann in die USA.

Der Vortrag widmet sich vor allem dieser letzten Phase in Eric Mendelsohns Leben und Wirken. Neben einer Vorstellung realisierter und unrealisierter Projekte wird dabei alten ebenso wie neu etablierten Netzwerken nachgegangen sowie der Frage, welchen Einfluss die erzwungenen Brüche einer wiederholten Emigration auf sein Schaffen und seine spätere Rezeption haben. Immer wieder wird dabei auch sein Verhältnis zu Nachkriegsdeutschland und (vormaligen) Kolleg:innen einbezogen.
 

TERMIN
Mittwoch, 29.04.2026, 18:15 Uhr

EINTRITT
frei

HINWEIS
Im Vortragssaal ist eine Hörschleife verlegt.

 

Dieser Vortrag ist Teil der Vorlesungsreihe:

Jüdische Kultur und Erinnerung im transnationalen Kontext

Im Rahmen des Themenjahres Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026 lädt die TU Chemnitz mit dieser Ringvorlesung im Sommersemester 2026 zu einer vielstimmigen Auseinandersetzung mit jüdischer Kultur, Geschichte und Erinnerung ein. Internationale und interdisziplinäre Perspektiven eröffnen Einblicke in jüdisches Leben in Vergangenheit und Gegenwart – über nationale, sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg.

Im Mittelpunkt stehen literarische, historische sowie kultur- und erinnerungstheoretische Fragestellungen, die die Vielfalt jüdischer Erfahrungen, Ausdrucksformen und transnationalen Verflechtungen sichtbar machen. Die Vortragsreihe verbindet aktuelle Forschung mit innovativen Ansätzen und rückt insbesondere die Bedeutung jüdischer Akteurinnen und Akteure für die europäische Moderne und die Erinnerungskultur in den Fokus.

 Die Ringvorlesung versteht sich als offenes Forum für Austausch und kritische Reflexion und lädt dazu ein, Kontinuitäten, Brüche und bislang wenig beachtete Leerstellen jüdischer Kulturgeschichte neu zu denken.

Termine vom 22.04. bis 08.07.2026 jeden Mittwoch um 18:15 Uhr
Ort Vortragssaal des smac


Organisation: Prof. Dr. Teresa Pinheiro (Professur Kultureller und Sozialer Wandel, Technische Universität Chemnitz) Prof. Dr. Cecile Sandten (Professur Anglistische Literaturwissenschaft, Technische Universität Chemnitz), in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz, den Tagen der jüdischen Kultur e.V. sowie den Freunden des smac e.V.