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Veranstaltung

Dr. Herbert Lappe auf dem Goldenen Sofa

TACHELES - Gesprächsreihe im Café "Julius im Schocken"

Dr. Herbert Lappe wurde 1946 in London als Sohn jüdischer Emigranten geboren. Die Familie siedelte 1949 nach Dresden in die DDR über – in der Hoffnung und Überzeugung, dort eine gerechte, sozialistische, antifaschistische Gesellschaft aufbauen zu können.

Von Beruf IT-Berater, war Herbert Lappe nebenher immer aktiv und engagiert. So vertrat er 1987 die Jüdische Gemeinde Dresden beim Prozess gegen den SS-Mann Henry Schmidt und war langjähriger Mitarbeiter im Gemeinde-Vorstand. 2001 war er maßgeblich verantwortlich für den Bau der Neuen Synagoge in Dresden und vertrat mehrere Jahre lang die Jüdischen Gemeinden Sachsens im Beirat der „Stiftung Sächsische Gedenkstätten“. Seine Mitarbeit bei der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dresden beendete er nach fast 40 Jahren im Frühjahr 2025, weil er der Gesellschaft mangelndes Demokratieverständnis vorwarf.

Herbert Lappe hält Vorträge zur Geschichte der Juden in Schulen, Jugendeinrichtungen, christlichen Gemeinden und anderen Institutionen in Deutschland, Israel und den USA. Auf dem Goldenen Sofa wird er Tacheles reden über seine Beziehung und sein Verhältnis zu Israel, über sein Leben als Jude in der DDR und darüber, wieso er selbst so selten Antisemitismus erlebt.

Moderation: Nirit Sommerfeld

Veranstalter: Antonplatz e.V.

ORT
Café Julius im SCHOCKEN
im Foyer des smac

TERMIN
Donnerstag, 05.11.2026, 19 Uhr

EINTRITT
10 €

PLÄTZE & KARTEN RESERVIEREN
Vor Ort an der Café-Theke oder
per Whatsapp +49 176 61091965
per E-Mail unter reservierung@julius-im-schocken.de

 

GESPRÄCHSREIHE "TACHELES - Gespräche auf dem Goldenen Sofa"

Im „Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“, das den Titel Tacheles trägt, findet im Café "Julius im Schocken" die Tacheles-Gespräche auf dem Goldenen Sofa statt. Hier will das Café übers Jahr verteilt an neun Abenden tacheles reden, zu Deutsch: Klartext. 

Initiator des Projekts ist der Verein ANTONPLATZ e.V., der sich durch Kunst und Kultur der Erinnerung und des Lernens verpflichtet hat. „Nie wieder!“ soll auch „nie wieder Ausgrenzung, Entrechtung, Diffamierung“ bedeuten, um Unrecht und Faschismus dann schon etwas entgegenzusetzen, wenn es noch nicht zu spät ist.

Jüdinnen und Juden genießen ein hohes Ansehen in Deutschland – solange sie dem Bild entsprechen, in das sie gemeinhin zu passen haben. Spätestens in ihrer Haltung gegenüber dem Staat Israel (aber nicht nur da!) gehen die Meinungen darüber auseinander, was sie sagen dürfen und was nicht.

Das Café hat neun jüdische Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Biografien eingeladen, die verschiedene Erfahrungen als Jüdinnen und Juden in Deutschlang gemacht haben. Die meisten sind der israelischen Regierungspolitik gegenüber sehr kritisch, viele haben – ähnlich wie die Gastgeberin und Cafébetreiberin Nirit Sommerfeld – deswegen schon Ausladungen und Diffamierung erlebt. Dennoch sind ihre Themen, über die sie hier sprechen wollen, sehr divers.

Hier können Sie die Crowdfunding Kampagne des Antonplatz e.V. unterstützen. DANKE!