TACHELES - Gesprächsreihe im Café "Julius im Schocken"
Emily Dische-Becker, geboren 1982 in Berlin, ist Autorin, Filmproduzentin, Forscherin und Kuratorin. Sie studierte Geschichte am Bard College. Sie arbeitete als Kulturmanagerin und Journalistin in Beirut und hat unter anderem für Harper’s Magazine, Der Spiegel und Die Zeit geschrieben. Für Forensic Architecture recherchiert sie zur Rolle staatlicher Behördenin Fällen antisemitischer und rassistischer Gewalt im heutigen Deutschland.
Sie lebt in Berlin, ist Mitglied des Lenkungsausschusses der Jerusalemer Erklärung zum Antisemitismus und Beraterin bei der ‚Diaspora Alliance‘, die sich mit Antisemitismus und dem politischen Missbrauch von Antisemitismusvorwürfen befasst.
Auf dem Goldenen Sofa will Emily Dische-Becker über jüdische Schicksalsgemeinschaften in der Nachkriegszeit, über jüdisch-migrantische Kämpfe in der BRD der 1980er Jahre, über die Verkennung des Antisemitismus und über den heutigen übergriffigen Philosemitismus sprechen.
Moderation: Nirit Sommerfeld
Veranstalter: Antonplatz e.V.
ORT
Café Julius im SCHOCKEN
im Foyer des smac
TERMIN
Donnerstag, 18.06.2026, 19 Uhr
EINTRITT
10 €
PLÄTZE & KARTEN RESERVIEREN
Vor Ort an der Café-Theke oder
per Whatsapp +49 176 61091965
per E-Mail unter reservierung@julius-im-schocken.de
GESPRÄCHSREIHE "TACHELES - Gespräche auf dem Goldenen Sofa"
Im „Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“, das den Titel Tacheles trägt, findet im Café "Julius im Schocken" die Tacheles-Gespräche auf dem Goldenen Sofa statt. Hier will das Café übers Jahr verteilt an neun Abenden tacheles reden, zu Deutsch: Klartext.
Initiator des Projekts ist der Verein ANTONPLATZ e.V., der sich durch Kunst und Kultur der Erinnerung und des Lernens verpflichtet hat. „Nie wieder!“ soll auch „nie wieder Ausgrenzung, Entrechtung, Diffamierung“ bedeuten, um Unrecht und Faschismus dann schon etwas entgegenzusetzen, wenn es noch nicht zu spät ist.
Jüdinnen und Juden genießen ein hohes Ansehen in Deutschland – solange sie dem Bild entsprechen, in das sie gemeinhin zu passen haben. Spätestens in ihrer Haltung gegenüber dem Staat Israel (aber nicht nur da!) gehen die Meinungen darüber auseinander, was sie sagen dürfen und was nicht.
Das Café hat neun jüdische Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Biografien eingeladen, die verschiedene Erfahrungen als Jüdinnen und Juden in Deutschlang gemacht haben. Die meisten sind der israelischen Regierungspolitik gegenüber sehr kritisch, viele haben – ähnlich wie die Gastgeberin und Cafébetreiberin Nirit Sommerfeld – deswegen schon Ausladungen und Diffamierung erlebt. Dennoch sind ihre Themen, über die sie hier sprechen wollen, sehr divers.
Hier können Sie die Crowdfunding Kampagne des Antonplatz e.V. unterstützen. DANKE!