Frühe jüdische Funde in Sachsen
2022 entdeckten Archäologinnen und Archäologen des Landesamtes für Archäologie Sachsen (LfA) in der Chemnitzer Johannisvorstadt eine Sensation: eine Mikwe, ein rituelles jüdisches Tauchbad. Erbaut und genutzt wurde sie grob zwischen 1500 und 1800, d.h. in einer Zeit in der sich Jüdinnen und Juden in Sachsen nicht ansiedeln durften. In welchem Zusammenhang entstand also die Mikwe, wer benutzte sie?
Diesen Fragen widmet sich die Wanderausstellung des LfA im Foyer des smac.
Ergänzend zeigt das smac Grabsteine des 13./14. Jahrhunderts aus Meißen, Schekel-Münzen aus Görlitz und Handschriften. Damit wird deutlich, dass jüdisches Leben seit 1000 Jahren kultureller Bestandteil Sachsens ist.
Eintritt frei
© Christina Michel