Die Wiedergründung der Jüdischen Gemeinde Chemnitz
Eintritt frei
Die kleine Ausstellung im Foyer des smac erinnert mit mit Bildern von Personen, Orten und Dokumenten an die Gründung der Jüdischen Gemeinde nach der Shoah im Zweiten Weltkrieg. Sie erinnert an die Menschen, die sich nach 1945 in Chemnitz für ihr Recht auf Ausübung ihres Glaubens einsetzten.
Am 7. September 1945 versammelten sich 18 jüdische Überlebende in einem unscheinbaren Wohnhaus im Stiftsweg 107 in Chemnitz, in der Wohnung von Anna und Siegbert Fechenbach. Nur wenige Monate nach der Befreiung vom Nationalsozialismus und der Shoah setzten sie ein kraftvolles Zeichen des Neuanfangs: Sie gründeten die Jüdische Gemeinde zu Chemnitz erneut. Neben Anna und Siegbert Fechenbach, dem früheren Gemeindevorsitzenden, waren auch Siegmund Rotstein und der Auschwitz-Überlebende Justin Sonder anwensend, die gemeinsam mit anderen dem zerstörten jüdischen Leben in der Stadt Hoffnung und Struktur gaben.
Die Ausstellung erinnert an diese Männer und Frauen, die trotz Verfolgung, Verlust und Zerstörung den Neuanfang wagten. Sie erzählt von ihrem Willen, jüdisches Leben wieder sichtbar und lebendig zu machen in einer Nachkriegsgesellschaft, die kein Interesse an ihren Geschichten und Bedürfnissen zeigte. Anhand von Dokumenten und Fotografien wird erzählt, wie dennoch eine neue jüdische Gemeinschaft entstand – getragen von Solidarität, Glauben und dem Wunsch nach einem sicheren Zuhause.