Nach einer Einführung zum Siedlungsraum und der Geschichte der Etrusker gibt die Ausstellung in 5 großen Themenbereichen einen Einblick in die faszinierende Welt dieser italischen Hochkultur.
Durch Handel mit Rohstoffen und landwirtschaftlichen Produkten zu Wohlstand gelangt, entwickelte sich auf dem Gebiet der heutigen Toskana, von Latium und Umbrien die Hochkultur der Etrusker (ab etwa 900 v. Chr. bis 90 v. Chr.). Das Ende Etruriens kommt mit der Übermacht Roms und das Etruskische geht schließlich im Römischen Reich auf.
Die Etrusker waren große Seefahrer. Durch den Austausch mit dem gesamten Mittelmeerraum vor allem aber mit dem griechischen Kulturkreis erhält das Gebiet einen kulturellen Schub. In einer geldlosen Gesellschaft stellen wertvolle und exotische Geschenke eine wichtige Art der Beziehungspflege dar. Die Importgüter geben starke Impulse hinsichtlich künstlerischer Techniken, des Geschmacks, der Gebräuche und Ideale oder der Religion.
Die zu Beginn sozial wenig differenzierte Gesellschaft bildete eine Elite und stadtähnliche Siedlungen heraus. Gesellschaftliche Ideale umfassen den kriegerisch erfolgreichen Mann und die geschmückte, aber meist auf den häuslichen Bereich beschränkte Frau. Waffen, Geräte zur Textilherstellung und exquisiter Goldschmuck finden als Beigaben den Weg in die Gräber.
Eine besondere gesellschaftliche Rolle spielt das Zusammenkommen bei einem Bankett, bei dem Wein getrunken und Fleisch verzehrt wird.
Kulte finden ursprünglich am Grab und in den Wohnbauten statt, werden aber später in den öffentlichen Raum verlegt. Es ist die Zeit, in der die griechische Götterwelt zunehmend Einfluss auf die etruskische Religion hat. Neue Heiligtümer und Kultbauten entstehen. Berühmt sind die etruskischen Priester dafür, den Willen der Götter durch die Interpretation von Vogelflug, Blitzeinschlägen oder Schafslebern zu ergründen.
Hausähnliche Gräber, die Ausstattung mit Hausrat und die Darstellung von Verstorbenen legen nah, dass man sich die Toten lebendig im Jenseits vorstellte. Begleitet wird der Verstorbene in die Unterwelt von verschiedenen Wesen. Sie haben oft Flügel und ein furchteinflößendes Äußeres.
Am Ende des Rundgangs kann man noch erfahren, wie "etruskisch" die Römer waren. Denn vieles, was wir heute als typisch römisch wahrnehmen, hat seinen Ursprung bei den Etruskern.