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Vortrag

Salman Schocken und das „jüdische Buch“

Der Referent, Dr. Matthias Hambrock, Thomasius-Forschungsstelle am Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der europäischen Aufklärung, Halle/Saale, über seinen Vortrag:

"Salman Schocken (1877–1959) ist gleichermaßen für die erfolgreichen und innovativen Strategien seines Kaufhauskonzerns mit Sitz im sächsischen Zwickau wie für sein vielfältiges kulturelles Engagement bekannt. Als Jude in jungen Jahren der religiösen Tradition entfremdet, fand er in den 1910er Jahren zum Judentum in der weltlich-zivilisationskritischen Form des Kulturzionismus zurück. Er trat für ein Reformprogramm ein, das eine kollektive Rückbesinnung auf die jüdische Herkunft ermöglichen sollte. Die Förderung des ‚jüdischen Buches‘ war ein Kernstück dieser Überlegungen. 1931 gründete Schocken schließlich unter den ungünstigen Rahmenbedingungen der Weltwirtschaftskrise einen eigenen Verlag. Das Ideal der Neuorientierung hatte inzwischen eine ganz neue Dringlichkeit bekommen: Als das NS-Regime von 1933 an jüdisches Leben immer mehr aus der Gesellschaft ausschloss und nur noch auf erkennbar ‚jüdischen‘ Tätigkeitsfeldern zuließ, wurde der Schocken-Verlag für die bedrängten Menschen eine wichtige moralische und geistige Stütze."

TERMIN
Donnerstag, 18.11.2021, um 18 Uhr

EINTRITT
kostenfrei, ohne Anmeldung (max. 50 Teilnehmer:innen)

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Bei dieser Veranstaltung werden von Besucherinnen und Besuchern Aufnahmen in Bild und Ton angefertigt. Diese Aufnahmen können von uns zu Zwecken der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, der Werbung für gleichartige Veranstaltungen und unsere Aktivitäten öffentlich verbreitet und zu journalistischen Zwecken auch an Dritte weitergegeben werden. Weitere Informationen, insbesondere Ihre Rechte als Betroffene/r und auf Widerspruch, finden Sie unter diesem Link. Sie liegen auch zur Einsicht an der Museumskasse aus.