Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zu Kalendereinträgen springen
smac Logo
Language:
Veranstaltungen im smac, zum Beispiel Familientag auf dem Außengelände
Veranstaltung

Deborah Feldmann auf dem Goldenen Sofa

TACHELES - Gesprächsreihe im Café "Julius im Schocken"

Die Schriftstellerin Deborah Feldmann wurde 1986 in Williamsburg bei New York geboren und wuchs bei ihren Großeltern in der streng ultraorthodoxen Gemeinde der Satmarer auf. Ihre Muttersprache ist Jiddisch; Englisch erlernte sie zunächst heimlich. Mit 17 zwangsverheiratet, studierte sie — anfangs auch heimlich — Englische Literatur und verließ mit Mitte zwanzig zusammen mit ihrem Sohn ihre Gemeinde, von der sie seither für tot erklärt wurde. Ihr autobiografischer Roman „Unorthodox“ wurde ein Welt-Bestseller.

Seit über zehn Jahren lebt sie in Berlin. Anfangs noch in großer Sorge vor dem allgegenwärtigen Antisemitismus, musste sie feststellen, dass Antisemitismusvorwürfe häufig Israel-bezogen sind und dass man auch als Jüdin in Deutschland nur auf eine bestimmte Art über Israel sprechen sollte, wollte man sich diesen Vorwürfen nicht aussetzen. Sie fing an zu forschen, wer und warum sich Menschen in Deutschland dem Judentum so verbunden fühlen, sich als jüdisch geben oder gar zum Judentum konvertieren. Diese Fragen und noch viel mehr erörtert sie in ihrem Buch „Judenfetisch“.

Warum diese Vereinnahmung und Instrumentalisierung des Judentums auf sie oft wie eine bloße Inszenierung wirkt, warum es bei Juden oft um Selbsthass geht und die Frage der Selbstliebe unbeantwortet bleibt, wie innerjüdische Kulturkämpfe Ausdruck einer tiefgreifenden Identitätskrise sind — darüber will sie auf dem Goldenen Sofa Tacheles reden.

Moderation: Nirit Sommerfeld

Veranstalter: Antonplatz e.V.

ORT
Café Julius im SCHOCKEN
im Foyer des smac

TERMIN
Donnerstag, 30.04.2026, 19 Uhr

EINTRITT
10 €

PLÄTZE & KARTEN RESERVIEREN
Vor Ort an der Café-Theke oder
per Whatsapp +49 176 61091965
per E-Mail unter reservierung@julius-im-schocken.de

 

GESPRÄCHSREIHE "TACHELES - Gespräche auf dem Goldenen Sofa"

Im „Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“, das den Titel Tacheles trägt, findet im Café "Julius im Schocken" die Tacheles-Gespräche auf dem Goldenen Sofa statt. Hier will das Café übers Jahr verteilt an neun Abenden tacheles reden, zu Deutsch: Klartext. 

Initiator des Projekts ist der Verein ANTONPLATZ e.V., der sich durch Kunst und Kultur der Erinnerung und des Lernens verpflichtet hat. „Nie wieder!“ soll auch „nie wieder Ausgrenzung, Entrechtung, Diffamierung“ bedeuten, um Unrecht und Faschismus dann schon etwas entgegenzusetzen, wenn es noch nicht zu spät ist.

Jüdinnen und Juden genießen ein hohes Ansehen in Deutschland – solange sie dem Bild entsprechen, in das sie gemeinhin zu passen haben. Spätestens in ihrer Haltung gegenüber dem Staat Israel (aber nicht nur da!) gehen die Meinungen darüber auseinander, was sie sagen dürfen und was nicht.

Das Café hat neun jüdische Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Biografien eingeladen, die verschiedene Erfahrungen als Jüdinnen und Juden in Deutschlang gemacht haben. Die meisten sind der israelischen Regierungspolitik gegenüber sehr kritisch, viele haben – ähnlich wie die Gastgeberin und Cafébetreiberin Nirit Sommerfeld – deswegen schon Ausladungen und Diffamierung erlebt. Dennoch sind ihre Themen, über die sie hier sprechen wollen, sehr divers.

Hier können Sie die Crowdfunding Kampagne des Antonplatz e.V. unterstützen. DANKE!