TACHELES - Gesprächsreihe im Café "Julius im Schocken"
Susan Neiman, 1955 in Atlanta/USA geboren und in einer linken, engagierten jüdischen Familie aufgewachsen, verließ mit 14 die Schule, lebte in Kommunen, demonstrierte gegen den Vietnamkrieg, holte auf Umwegen ihren Schulabschluss nach und studierte anschließend in Harvard, wo sie als Philosophin promoviert wurde. Ihre Arbeit und Lehre kreist um die Themen Moral, Gerechtigkeit und politische Philosophie. Dazu forschte und lehrte sie in West-Berlin, an der Yale University sowie an der Universität Tel Aviv und verfasste zahlreiche Bücher, die weltweit Beachtung finden. Seit über 25 Jahren ist sie Direktorin des Einstein-Forums in Potsdam. Sie hat drei erwachsene Kinder und lebt in Berlin-Neukölln.
In ihrem neuesten Buch beschäftigt sie sich neben Fragen zu Moral vor allem mit dem Begriff des Bösen. Sie fragt sich, warum der Krieg in Gaza international als böse verstanden wird.
An diesem Abend will Susan Neiman, die deutsche, US-amerikanische und israelische Staatsbürgerin ist, über den Universalismus im Judentum sprechen und darüber, warum Gaza die moralische Frage unserer Zeit ist — Tacheles auf dem Goldenen Sofa.
Moderation: Nirit Sommerfeld
Veranstalter: Antonplatz e.V.
ORT
Café Julius im SCHOCKEN
im Foyer des smac
TERMIN
Donnerstag, 14.05.2026, 19 Uhr
EINTRITT
10 €
PLÄTZE & KARTEN RESERVIEREN
Vor Ort an der Café-Theke oder
per Whatsapp +49 176 61091965
per E-Mail unter reservierung@julius-im-schocken.de
GESPRÄCHSREIHE "TACHELES - Gespräche auf dem Goldenen Sofa"
Im „Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“, das den Titel Tacheles trägt, findet im Café "Julius im Schocken" die Tacheles-Gespräche auf dem Goldenen Sofa statt. Hier will das Café übers Jahr verteilt an neun Abenden tacheles reden, zu Deutsch: Klartext.
Initiator des Projekts ist der Verein ANTONPLATZ e.V., der sich durch Kunst und Kultur der Erinnerung und des Lernens verpflichtet hat. „Nie wieder!“ soll auch „nie wieder Ausgrenzung, Entrechtung, Diffamierung“ bedeuten, um Unrecht und Faschismus dann schon etwas entgegenzusetzen, wenn es noch nicht zu spät ist.
Jüdinnen und Juden genießen ein hohes Ansehen in Deutschland – solange sie dem Bild entsprechen, in das sie gemeinhin zu passen haben. Spätestens in ihrer Haltung gegenüber dem Staat Israel (aber nicht nur da!) gehen die Meinungen darüber auseinander, was sie sagen dürfen und was nicht.
Das Café hat neun jüdische Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Biografien eingeladen, die verschiedene Erfahrungen als Jüdinnen und Juden in Deutschlang gemacht haben. Die meisten sind der israelischen Regierungspolitik gegenüber sehr kritisch, viele haben – ähnlich wie die Gastgeberin und Cafébetreiberin Nirit Sommerfeld – deswegen schon Ausladungen und Diffamierung erlebt. Dennoch sind ihre Themen, über die sie hier sprechen wollen, sehr divers.
Hier können Sie die Crowdfunding Kampagne des Antonplatz e.V. unterstützen. DANKE!